Fernwärme: Fragen an die Mainova

Die Mainova hat zum Jahreswechsel den Grundpreis für Fernwärme verdoppelt. Viele Kunden fanden das nicht lustig und haben sich beschwert. Jetzt reagiert die Mainova offenbar auf die Beschwerden und startet eine Informationsoffensive. Doch das wirft Fragen auf.

So schlägt die Mainova vor, man solle überprüfen lassen, ob die Anschlussleistung der Fernwärmestation nicht zu hoch eingestellt ist. In einem Informationsblatt wird dazu auch eine Faustformel mitgeliefert. Kurz gesagt: Wer einen Jahresverbrauch von 14.000 kWh hat, sollte mit einem 10-kW-Anschluss auskommen. Einige Riedberger Kunden reiben sich die Augen. Ihre Anlage ist auf 20 kW eingestellt bei einem Verbrauch von teilweise weniger als 10.000 kWh. Warum hat die Mainova die Betroffenen nicht längst auf diese offensichtliche Überversorgung angesprochen, obwohl die Zahlen in jeder Rechnung dokumentiert sind? Warum werden die Verbrauchs- und Anschlusswerte nicht automatisch von einer Software nach Effizienzkriterien geprüft?

Haben die Kunden jahrelang zu viel gezahlt?

Im Info-Blatt der Mainova heißt es übrigens, man soll einen Energieberater oder Heizungsinstallateur mit einer Heizlastberechnung beauftragen, damit die Anschlussleistung optimal eingestellt werden kann.
Das ist aber nicht notwendig.
Wenn man den Eindruck hat, dass die Anschlussleistung zu hoch ist, kann man sie auf eigene Verantwortung reduzieren lassen. Eine Mail an die Mainova genügt. Die Umstellung erfolgt dann durch die Tochtergesellschaft "Netzdienste Rhein-Main".

Noch Fragen? Die Mainova beantwortet sie nach eigenen Angaben gerne bei einem Informationsabend am Donnerstag, 15.02., im Biozentrum der Goethe-Uni, Max-von-Laue-Straße 9